Design Thinking bietet viele Vorteile gegenüber anderen Innovationsmethoden, denn Design Thinking fördert nicht nur die Innovationskraft, sondern es stärkt auch Teams durch die Schaffung einer gemeinsamen Sprache und einer vertrauensvollen Teamkultur. Kein Unternehmen kann mit der Intelligenz einer Person erfolgreich sein. Teams sind die Grundlage für einen erfolgreichen Arbeitsplatz. Aber die Arbeit in Teams kann ziemlich viel Geld kosten, denn die Mitglieder müssen sich Zeit nehmen, um Gemeinsamkeiten zu schaffen. In starken Teams sind die Gemeinsamkeiten bereits etabliert und der Overhead der Kommunikation wird durch die Vorteile der Zusammenarbeit aufgewogen. Dadurch sind Teams in der Lage nicht nur effizient zu arbeiten, sondern auch qualitativ hochwertige und fruchtbare Ergebnisse zu produzieren. Erfahren Sie hier, welche Design Thinking Vorteile Sie für Ihr Team erwarten dürfen.

Wie können Unternehmen den Prozess des Aufbaus von Gemeinsamkeiten in Teams unterstützen?

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Design Thinking Prozess, Quelle www.design-thinking-wokshop.de

Design Thinking ist ein kreativer Lösungsansatz, der nicht nur dazu beiträgt, innovative Lösungen zu entwickeln, sondern auch die Schaffung von Gemeinsamkeiten erleichtern kann.
Design Thinking entwickelt im Team drei  wesentliche Bausteine der Gemeinsamkeiten:

  • Gemeinsames Vokabular
  • Konkrete gemeinsame Ergebnisse
  • Eine vertrauensvolle Teamkultur

Gemeinsames Vokabular

Die Unfähigkeit effizient zu kommunizieren, ist der Kern vieler Teamprobleme. Oft haben Individuen aufgrund ihrer unterschiedlichen Hintergründe und Erfahrungen unterschiedliche Interpretationen desselben Konzepts oder derselben Idee. Beispielsweise können Teammitglieder, die Experten in verschiedenen Disziplinen sind, gegensätzliche Fachausdrücke, Praktiken oder Erwartungen mitbringen. Widersprüchliche Interpretationen grundlegender Begriffe erschweren die Team-Effizienz und erzeugen unnötige Feindseligkeiten und Frustrationen. Einfach ausgedrückt: Teams können sich nur so schnell bewegen, wie sie erfolgreich kommunizieren können. Der kollaborative Charakter des Design Thinkings umgeht diese Reibung, indem alle Teammitglieder von Anfang an in einen Workshop-Ansatz eingebunden werden. Während sich das ganze Team gemeinsam durch die wichtigsten Übungen bewegt, entwickelt sich ganz organisch ein gemeinsames Vokabular.

Dieses gemeinsame Vokabular umfasst Wörter, Konzepte und Ideen, die sich auf gemeinsame Teamerfahrungen und Prozesse beziehen. Peter ist unser neuer Benutzer und fühlt sich unzulänglich, weil er nicht herausfinden kann, welche Anmelde-Fragefeld er leer gelassen hat „oder Peter scrollt die Seite immer wieder auf und ab“, während das gesamte Team diesen Benutzer kennenlernt, entwickelt es ein gemeinsames, eindeutiges Verständnis darüber, wer er ist.

Später im Prozess wird „Peter“ zu einer Abkürzung für einen neuen Benutzer, der Unterstützung bei der Anmeldung benötigt. Beachten Sie, dass „Peter“ zu diesem Zeitpunkt noch keine Persona ist, sondern ein bestimmter Benutzer in einem bestimmten Szenario. Personas sind Benutzerbeschreibungen, die auf eine Vielzahl von Szenarien angewendet werden können. Da jedoch mehr Wissen, Einsicht und Benutzerdaten gesammelt werden, kann sich Peter zu einer Persona entwickeln.

Metaphern helfen auch dabei, ein gemeinsames Vokabular zu festigen, vor allem, wenn ein Team beginnt, eine Vision zu identifizieren. Sie können abstrakte Ideen oder Ziele vermitteln, indem sie sie in einfachen, klaren Analogien verwurzeln. Eine Metapher kann ein Team auf ein gemeinsames Ziel ausrichten, ohne dass eine genaue Featuremenge oder Lösung vorgeschrieben werden muss.

Konkrete gemeinsame Ergebnisse

Während des gesamten Design Thinking Prozesses produziert das Team mehrere konkrete Ergebnisse: Problem Definition, Customer Journeys, Storyboards und Wireframes, Prototypen um nur einige zu nennen. Die Ergebnisse, die beim Durchlaufen des Design Thinking Prozesses entstehen, haben eine Vielzahl von Teamvorteilen, wie z. B. das sie die Visualisierung komplexer Ideen erleichtern.

Visualisierung ist ein Werkzeug, das Kulturen und Sprachen überragt. Die Verwendung von Bildern verringert das Risiko von Fehlausrichtungen, da jeder Mensch über ein visuelles Grundverständnis verfügt Dies gilt insbesondere für abstrakte Konzepte, die weniger intuitiv und schwieriger zu erfassen sind. Geschichten, Wireframes, Prototypen, Videos und sogar Low-Fidelity Mockups sind eher dazu geeignet, eine Idee erfolgreich zu vermitteln als nur Worte.

Die Ergebnisse jeder im Design Thinking Prozess angewandten Methode stellen das organisatorische Gedächtnis des Teams dar und dienen als fester, persistenter Bezugspunkt für das Team. Sie sind die physische Manifestation des Wortschatzes des Teams und können weitere Unklarheiten und Missverständnisse klären. Die Mitglieder können sich auf diese gemeinsamen Bilder beziehen, um sicherzugehen, dass sie nicht von der gemeinsamen Basis abweichen, die das Team bisher aufgebaut hat.

Wenn Gruppen konkrete Ergebnisse haben, auf die sie sich berufen können, werden sie enger miteinander verbunden, sehen sich selbst eher als erfolgreich und engagieren sich stärker für die Zusammenarbeit. Jedes Ergebnis, das im Rahmen der Teamarbeit produziert wurde, zählt als Punktgewinn des Teams und erhöht die Teamstärke.

Vertrauensbasierte Teamkultur

Design Thinking ist von Natur aus demokratisch. Dies zeigt sich durch

  •  eine disziplinübergreifende und hierarchieübergreifende Partizipation
  •  alle Ideen werden gleichgewichtig gewogen
  •  Divergentes, eigenwilliges Denken wird unterstützt

Traditionell spielt die Organisationshierarchie bei der Ideenauswahl eine Rolle. Zu oft verwenden Unternehmen die „hippo design Methode“ (Entscheidung nach der Meinung der bestbezahlten Person im Raum Highest Paid Person). Im Design Thinking Prozess schreiben die Teammitglieder ihre Ideen mit Haftnotizen auf und keine Idee ist größer oder lauter. Wenn Ideen an die Wand gestellt werden, sind sie alle gleichgewichtig und anonym. Diese Methode begünstigt Introvertierte und Extrovertierte, Bosse und Subalterns gleichermaßen.
Im Design Thinking Prozess werden Ideen demokratisch evaluiert. Die Teammitglieder lesen die Vorschläge anderer im Stillen, anstatt von dem, was andere denken, überzeugt zu werden. Als nächstes platzieren die Teilnehmer Aufkleber in der Nähe der Ideen, die am meisten bei ihnen ankommen. Jedes Teammitglied hat die gleiche Anzahl Stimmen. Von dort aus wird die Wand zu einer für alle sichtbaren Wärmekarte und die Lösungen mit den meisten Stimmen bekommen Priorität. Der Entscheidungsprozess ist also offen und basiert auf Mehrheitsentscheidungen und nicht auf der Meinung eines Einzelnen. Die Wand wird auch zu einem wertvollen Ergebnis, das die Geschichte und den Prozess des Teams dokumentiert. Jeder kann auf die Wand blicken und verstehen, worüber sich das Team kollektiv einig ist. Demokratische Entscheidungsprozesse, in denen jeder eine Stimme hat, schaffen eine positive, vertrauensvolle Teamkultur und motivieren die Mitglieder zur Partizipation und Meinungsäußerung.

Design Thinking Vorteile Zusammenfassung

Das Hauptziel des Design Thinking ist es, Innovation und Kreativität zu fördern, nicht starke Teams aufzubauen. Einer der häufig vergessenen Vorteile von Design Thinking ist jedoch, dass es dazu beitragen kann, das notwendige Klima zu schaffen, um ein starkes, leistungsstarkes Team aufzubauen, das sich der Zusammenarbeit verpflichtet fühlt. Der Design Thinking Prozess fokussiert Teammitglieder auf ein gemeinsames, eindeutiges Ziel, anstatt endlose Zeit mit Meinungsverschiedenheiten zu verschwenden. Die beim Design Thinking entstehende Kooperationskultur motiviert die Mitarbeiter, steigert die Zufriedenheit und Bindung am Arbeitsplatz und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines fruchtbaren Ergebnisses.

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