Blended Learning ist ein Weiterbildungsformat, das digitale Online-Medien mit traditionellen Lernmethoden kombiniert. Es umfasst sowohl Seminare, die die physische Präsenz von Trainer und Teilnehmern erfordern, wie auch zeitlich und räumlich unabhängige computergestützte Lernaktivitäten. Aufgrund der hohen Effektivität und Flexibilität wird Blended Learning auch zunehmend in der beruflichen Weiterbildung und Ausbildung eingesetzt.

Beispiele für Blended Learning in der betrieblichen Weiterbildung

blended learning

Blended Learning ist die Kombination von Präsenzschulungen und digitalen Lerninhalten

Als Weiterbildungsagentur haben wir bei SkillDay bereits früh damit begonnen für unsere Inhouse Excel Schulung und unser Business Englisch Training Blending Learning Modelle anzubieten. Auf Wunsch erhalten die Teilnehmer unserer Schulungen über einen Zeitraum von 4 Wochen täglich eine Email mit einem Link zu einer kurzen Übung zu Inhalten des Seminars. So werden die Lernthemen wiederholt und vertieft. Der Lernerfolg von betrieblichen Weiterbildungen wird so deutlich erhöht, denn Wiederholung ist der wichtigste Faktor zur Steigerung des nachhaltigen Lernerfolgs. Ein weiteres Beispiel stammt von Innovationsberatung INNOMINDS, die im Anschluß an Innovationsworkshops ihren Teilnehmern wöchentlich inspirierende Artikel zum betreffenden Workshopthema sendet.

Es ist wichtig zu beachten, dass ein Blended Learning Modell in der betrieblichen Weiterbildung viele Komponenten umfassen kann und diese Elemente nach den individuellen Anforderungen des Unternehmens kombiniert werden können. Beispiele von Komponenten sind:

  • Präsenzseminare und Workshops
  • Vom Trainer bereitgestellte Inhalte in Form von Emails
  • E-Learning über geschlossene Lernplattformen
  • Webinare
  • Telefonkonferenzen
  • Live- oder Online-Sitzungen
  • Geschlossene Facebook, Linkedin oder XING Gruppen
  • Blogs
  • Podcasting
  • Twitter
  • YouTube
  • Skype

Vorteile von Blended Learning

  • Der große Vorteil von Blended Learning ist die Anzahl der Schüler / Teilnehmer, die ein Lehrer / Trainer unterrichten kann. Während bei traditionellen Lehrmethoden ein Lehrer / Trainer nur so viele Menschen unterrichten kann, wie in einem Schulungsraum Platz finden, können über digitale Formate praktisch unbegrenzt viele Personen weitergebildet werden.
  • Ein weiterer Vorteil von Blended Learning ist die Messbarkeit des Lernaufwands. So können Sie als Unternehmen genau verfolgen, wie gut Mitarbeiter in den den Kursen waren, wie viel Zeit sie mit den Aufhaben verbracht haben und wo jemand aufgehört hat.
  • Blendet Learning ermöglichst gleichzeitige eine unabhängige und kollaborative Lernerfahrung und kann so die intrinsische Motivation der Teilnehmer fördern.
  • Eine individuelle Betreuung durch den Trainer wird erleichtert, denn eine individuelle Kommunikation ist jederzeit über digitale Kanäle möglich.
  • Blended Learning ermöglicht es den Teilnehmern, in ihrem eigenen Tempo zu arbeiten und sicherzustellen, dass sie neue Konzepte verstehen, bevor sie weitermachen.

Nachteile von Blended Learning

Wenn das Blended Learning nicht erfolgreich geplant und durchgeführt wird, kann es in technischer Hinsicht Nachteile haben, da es stark von den technischen Ressourcen oder Werkzeugen abhängt, mit denen die Blended Learning Erfahrung vermittelt wird. Die digitalen Angebote müssen zuverlässig, einfach zu bedienen und auf dem neuesten Stand sein, damit sie einen sinnvollen Einfluss auf die Lernerfahrung haben. Wir empfehlen Ihnen daher zunächst möglichst einfach mit einer Art Prototyp zu starten, bevor Sie in ein teures System investieren. Wir beraten und unterstützen Sie in dieser Hinsicht gerne.

Blended Learning in Ihrem Unternehmen einsetzen, z.B. für Auszubildende, Trainees, Fach- und Führungskräfte

Lernen Sie von erfolgreichen Blended Learning Beispielen und bieten Sie ihren Mitarbeitern innovative Lernmöglichkeiten. Wir unterstützen Sie gern bei der systematischen Ermittlung Ihres Bedarfs und Auswahl von geeigneten Unternehmen. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt auf. Wir freuen uns von Ihnen zu hören. Nutzen Sie dazu am besten unsere Emailadresse info@skillday.de

Ursprung des Begriffs Blended Learning

Die Begriffe „Blended Learning“ und „Hybrid Learning“ werden in der Literatur häufig austauschbar verwendet, obwohl die Konzepte des Blended Learning bereits in den 1960er Jahren entwickelt wurden, nahm die formale Terminologie zu ihrer Beschreibung erst Ende der 1990er Jahre ihre heutige Form an. Eine der ersten Verwendungen des Begriffs findet sich in einer Pressemitteilung von 1999, in der die Interactive Learning Centers, ein in Atlanta ansässiges Bildungsunternehmen, eine Namensänderung in EPIC Learning ankündigten. In der Mitteilung wird erwähnt, dass „das Unternehmen seine Kurse mit der Blended-Learning-Methodik beginnen wird. Der Begriff „Blended Learning“ war zunächst vage und umfasste eine Vielzahl von Technologien und pädagogischen Methoden in unterschiedlichen Kombinationen (von denen einige überhaupt keine Technologie verwenden). Im Jahr 2006 wurde der Begriff mit der Veröffentlichung des ersten Handbook of Blended Learning (Link zu Amazon) von Bonk und Graham konkreter. Graham stellte die Breite und Mehrdeutigkeit der Definition des Begriffs in Frage und definierte „Blended Learning Systeme“ als Lernsysteme, die „Face-to-Face-Unterricht mit computergestütztem Unterricht verbinden“. In einem Bericht mit dem Titel „Defining Blended Learning“ schlägt der Forscher Norm Friesen vor, dass „Blended Learning in seiner gegenwärtigen Form die Bandbreite der Möglichkeiten bezeichnet, die sich aus der Kombination von Internet und digitalen Medien mit etablierten Unterrichtsformen ergeben, die die physische Ko-Präsenz von Lehrer und Schüler erfordern.